Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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heilloſen Verfuͤhrer zuſammenkommen wirſt, Ner Schuld an unſter Trennung iſt. Seine Gegen⸗ wart wuͤrde einem von uns beiden das Leben koſten und ich will hoffen, daß, indem ich Adelens Mut⸗ ter das groͤßte Opfer darbringe, das ein rechtſchaf⸗ fener Mann darbringen kann, dieſe nicht das Leben des Vaters ihrer Tochter gefaͤhrden, ſon⸗ dern ſich begnuͤgen wird, ihn um Ruhe und Gluͤck des Lebens gebracht zu haben.»

Saint⸗Lamberts Erſchuͤtterung wurde in dieſem Augenblick zu maͤchtig. Er ging hinaus, damit ſie nicht ausbraͤche, und ließ Camillen in unbeſchreiblicher Quaal zuruͤck. Einerſeits nag⸗ ten Mutterliebe und das Gefuͤhl von ihres Man⸗ nes Großmuth an ihrer Seele und warfen ihr Verrath und Undank vor, andrerſeits hatte Bre⸗ vanne eine Flamme in ihrer Bruſt entzuͤndet, die ſie nicht mehr zu erſticken vermochte. Natur und Ehre ketteten ſie an Gemahl und Tochter; aber die Liebe kettete ſie an den Chevalier. Wie wird ſie ihm entſagen koͤnnen? Verdient er, daß ſie ihm ihr ganzes Daſeyn opfre?

Dergleichen Betrachtungen und innerlichen

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