gar Camillens Dienſtleute murrten, trotz allen Vorkehrungen, die ſie traf, gegen die Dienſte, welche der Chevalier von ihnen forderte, der ihnen als Herr befahl. Er vergaß ſich ſo weit, daß er eines Tages dem alten Germain drohte, ihn fort⸗ zujagen, einen guten und treuen Diener Saint⸗ Lamberts, der bei deſſen Geburt ſchon im Hauſe geweſen war, und nicht leiden konnte, daß ein Schleichkuͤnſtler den Ruf ſeiner jungen Gebieterin in Abweſenheit ihres Mannes in Schatten ſtellte.
Als dieſer von Valenciennes zuruͤckkam, er⸗ fuhr er alsbald die Unuͤberlegtheiten ſeiner Frau. Er hielt ſie keineswegs fuͤr ſchuldig, wohl aber es fuͤr ſeine Pflicht, ſie uͤber die Gefahr zu belehren, denen ihre Unerfahrenheit ſie ausſetzte. Eine muͤndliche Erklärung war ihm peinlich, er wuͤnſch⸗ te ſie zu vermeiden, um nicht das Anſehn eines eiferſuͤchtigen Ehemannes zu haben, indeſſen er nur als ein vernuͤnftiger handelte. Er verfiel auf ein andres Mittel Camillen ihr Unrecht bemerkbar zu machen, und zwar auf eine Weiſe, von welcher er ſich den tiefſten Eindruck verhieß. Er gab Ade⸗ len einen Brief, und trug ihr auf, denſelben ih⸗


