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mahls allzeit ſo gemeſſen, daß dieſer nicht den min⸗
deſten Verdacht wider den liebenswuͤrdigen Mann
faſſen konnte, welcher ihm täglich neue Beweiſe
von Ergebenheit und Zartgefuͤhl ablegte. Saint⸗
Lambert war nicht ſo fein und gewandt als Bre⸗ vanne, doch fehlte es ihm nicht an Haltung und Tact; er behauptete beſonders eine unerſchuͤtterli⸗ che Kaltblutigkeit bei den allerkritiſchten Veran⸗ laßungen, und verband mit dieſen Vorzuͤgen eine Achtung erweckende Wuͤrde des Benehmens.
Die Zeit der Reiſe, welche er vierteljaͤhrig nach Valenciennes unternehmen wollte, war ge⸗ xommen; Camilla und der Chevalier, von aller laͤſtigen Beobachtung befreit, ſahen ſich haͤufiger als je, waͤhrend derſelben. Dieſer hegte ſchon keinen Zweifel mehr an ſeiner Gewalt uͤber den Sinn der jungen Frau, nun ließ er den blenden⸗ den Zauber auf ſie wirken, den er allen ſeinen Aeußerungen mitzutheilen verſtand, und be⸗ rauſchte ſie gänzlich durch die trunkenſten Geluͤbde von Liebe und Treue. Man ſahe ſie jetzt täͤglich miteinander in der Stadt, auf dem Landez die
öffentliche Stimme wurde dawider laut, und ſo⸗
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