Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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gezeichneten Dienſtleiſtungen beruͤhmt und we⸗

gen Liebeshaͤndel beruͤchtigt zu ſeyn. Großmuͤ⸗ thig und voll Selbſtverlaͤugnung, wenn es galt, Freunde zu erwerben, frech, gewinnſuͤchtig, treu⸗

los, wenn es galt Verluſte zu erſetzen oder Frauen zu verfuͤhren, war dieſer wahre Proteus des Tages, dieſer Held der Intrigue, dieſe Zier und Geißel des geſellſchaftlichen Verkehres..

Er bedurfte nur eines Blickes, um zu bemer⸗ ken, wie das eheliche Leben der uͤberſpannten Ein⸗ bildungskraft Camillens keinen genuͤgenden Stoff bot; er urtheilte, die junge Frau häͤtte Dankbar⸗

keit und Liebe verwechſelt, und die Anhaͤnglichkeit

an ihren Gatten genuͤge ihrer reichen Seele nicht. Die ſchöne, ſchwungreiche, noch reine, einer hefti⸗ gen Leidenſchaft fähige Camilla duͤnkte ihm eine glorreiche Eroberung, und die Gewalt, welche ſie uͤber ihren Mann ausuͤbte, mochte denſelben bewegen, ſeine weit aufſehenden Geldſpekulatio⸗ nen durch reiche Capitalien zu unterſtuͤtzen. So⸗ mit verfaͤumte denn der Chevalier Brevanne nichts, um ſich Camillen angenehm zu machen, und es ge⸗ lang ihm bald. Aus dem Arbeitszimmer des Man⸗