Gemahl theurer als je zuvor. Inmitten von Reichthum, offentlicher Achtung, angebetet von ihrem Gatten, am Herzen eines Vaters, den ſie liebte, die Freude von deſſen Alter ſie war: was gebtach ihrem Gluͤck?
Ruhig genoß ſie deſſelben waͤhrend der erſten Kindheit Adelens, deren Weſen ſich unglaublich
raſch entwickelte, und die ſchon die Wonne ihrer
Aeltern war. Der gute Epernay machte einen Abgott aus dem Kinde; wenn er es auf dem Schooß oder auf dem Arm hielt, bot ſein Gluͤck dem Gluͤcke jedes Sterblichen Trotz; er lebte wie⸗ derum auf in dem Kinde, und hoͤhnte der Senſe der Zeit.
Das Schickſal erſchuͤtterte die Zufriedenheit der ehrenwerthen Familie. Binnen weniger Mo⸗ nate Friſt verlor Saint-Lambert ſeinen Vater und ſeine Mutter, und ſah ſich im alleinigen Beſitz des ungeheuren Vermogens, das ſie durch vierzigjährigen Fleiß erworben, und an der Spitze den Kantenmanufacturen, welche ſie errichtet hat⸗
ten. Als das Trauerjahr voruͤber war, beredete
Camilla, die ſchon laͤngſt die kleine Stadt zu


