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umſonſt ihn von dem Verlangen einer Verbindung abzubringen, welche ſie ſeinem Gluͤcke nachtheilig erachteten; er lebte nur in Camillen, er konnte. dem wonnevollen Zauber ihres Geſichtes, dem wolluͤſtigen Ausdruck ihres Blickes nicht widerſtehn. Eamillens Vater beſaß kein Vermoͤgen, als den Ertrag von ſeinen Poſten: er durfte nicht hoffen ſie mit einem Manne verbunden zu ſehn, deſſen Hand die reichſten Familien des Landes fuͤr ihre Toͤch⸗ ter wuͤnſchten; und nicht ohne Schwierigkeit er⸗ hielt auch Saint⸗Lambert die Einwilligung ſeiner Aeltern zu dieſer Heurath. Sie fanden das junge Maädchen ſchön, liebenswuͤrdig, wohlerzogen; aber
ſie bemerkten eine Gefallſucht an ihr, welche die Unverletztheit des ehelichen Geluͤbdes eben nicht verbuͤrgte. Saint Lambert rechnete dagegen auf ihre Dankbarkeit, indem er ſie den glaͤnzendſten Ver⸗ bindungen vorzog, und hielt ſich ihrer Liebe verſi⸗ 18 chert. Eine vollkommene Uebereinſtimmung der Reigungen, der Gemuͤthsart waltete zwiſchen beiden: ſie ſchienen vom Schickſal fuͤr einander ge⸗ ſchaffen. Die gewuͤnſchte Vermählung wurde zu großer Freude von Camilla's Vater vollzogen, und


