Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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sUnd warum wollten Sie an einem wahren, tiefen Gefuͤhl zweifeln? Ich geſtehe es, ich habe mich als eine leichtſinnige Coquette betragen: ich hatte zuviel waͤhrend meiner erſten Ehe gelitten, um eine zweite zu ſchließen, und ich ſuchte das rechte Gluͤck in der Sucht zu glaͤnzen, zu verfüh⸗ ren— ich habe, wie Sie, die ſcheußliche Oede dieſer Erfolge der Eitelkeit erfahren, wie Sie, fuhle ich das Beduͤrfniß zu lieben, mich fur's Le⸗ ben anzuſchließen. Sie ſagen mir, es ſei zu ſpät.—

Nur was mich betrifft, der ich einzig Ihre junge Schweſter zu lieben vermag, ſo viel Andre, gnaͤdige Frau, wuͤnſchen Sie, bewundern Sie—

Was helfen mir die Andern, ſie ſuchen um⸗ ſonſt mein Herz zu ruͤhren. Ich muß dieſen ant⸗ worten, wie Sie mir: es iſt zu ſpaͤt. Aber es iſt nicht zu ſpät das Loos meiner Schweſter zu be⸗ grüͤnden. Ihr Antrag iſt zu vortheilhaft und eh⸗ renvoll, als daß ich ſuchen ſollte ſie eines Gluͤckes zu berauben, das ich fuͤr mich gewuͤnſcht. Sie iſt die Ihre.

2r Theil. T

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