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ge, der mit einem beobachtenden Geiſt Sanft⸗ muth und Geduld vereinte, war ſorgfältig bemuͤht die Ruhe des gluͤhenden Sinnes, die Wallungen des Ungeſtuͤmes zu ſchonen, dem er ſein Loos un⸗ bedachtſam anvertraut. In Geſellſchaft wagte er keine Frau anzublicken, antwortete kurz auf die an ihn geſtellten Fragen, vermied die kleinen Spie⸗ le, welche der Heimlichkeit und Vertraulichkeit ſo guͤnſtig und bequem ſind. Er machte eine Par⸗ thie Whiſt, wenn keine Frau mitſpielte, irgend eine hohe Parthie mit Maͤnnern oder Spielern von Profeſſion, meiſtens eine Parthie Schach, wobei nicht die mindeſte Zerſtreuung obwaltete, und welches deshalb Michaela als das anziehendſte, vortrefflichſte Spiel erhob. Auf Spaziergaͤngen, im Schauſpiel beſchaͤftigte ihn einzig ſeine Frau; ſie ließ ihn nicht aus den Augen, erſpaͤhte jede ſeiner Be⸗ wegungen, und wußte es immer ſo einzurichten,
daß er zwiſchen ihr und einem Mann oder einer
alten Dame zu ſitzen kam, die ihr noch oft gefaͤhr⸗ lich duͤnkte, wenn ſie Geiſt beſaß, oder irgend ein
Ueberbleibſel von Liebreiz. Zwei Jahre hatte der Ehebund nun ge⸗
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