Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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ubrige Proceſſion vorbeiziehn läͤßt. Ihr Dankge⸗ bet erhebt ſich zu Gott, deſſen heiliges Bild, in Rauchwolken gehuͤllt, von Blumen bedeckt, vor⸗ uͤber ſchwebt. Voll inniger Andacht ſenkt ſie das Haupt und betet fuͤr ihren theuren Gemahl, viel⸗ leicht auch fuͤr den, der ſich ſein wurdig als Kriegs⸗ gefährte bewieſen. Der Obriſt läßt ſie keinen Augenblick aus den Augen. Nun endlich erhebt ſie ſich gefaßt, geht den Quai entlang, erreicht die Koͤnigsbruͤcke, den Karouſſelplatz, und tritt in das Lorisſche Haus. Beruhigt ihrethalben, im Gefuhl deſſen, was er fur ſie gethan, ſchrieb er, ihr ferner zu dienen, unverzüglich an die Baronin: (Der Engel, den Sie verderben wollten, iſt aus (Ihren hölliſchen Schlingen erlöſt. Der Mann avon Ehre, deſſen Vertraun Sie gemißbraucht ha⸗ cben, hat ſich als Mann von Ehre bewährt, und kennt und verachtet Sie nun.

Indeſſen zog Kaliſtens verſtortes Ausſehn ihr daheim Frage auf Frage ihrer Schwiegeraͤl⸗ tern zu, und ſie beantwortete dieſelben gern und unverholen durch den treuen Bericht des Vorge⸗ fallenen.«D Mutter, rief ſie und fiel der alten