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genheit ſie vertrauen konnte; und richtig begegnete
ſie dem Vicomte Alcid, den die Baronin von
Tag und Stunde der Zuſammenkunft benachrich⸗
tiget. Er zweifelte nicht mehr an ihrer ſchreck⸗
lichen Verirrung und warf auf ſie einen letzten Blick voll Schmerz und Abſcheu.
Frau von Montbrun empfing Kaliſten mit
Befliſſenheit, mit heuchleriſch liebkoſender Sorg⸗
falt, die das Opfer ſchmeichelt, das bluten ſoll.
Nach dem Fruͤhſtuͤck und einem Geſpräch voll
zärtlichen Erguſſes gegenſeitiger Freundſchaft tra⸗
ten ſie in ein abgeſondertes Gemach, deſſen Fen⸗
ſter eine weite, einſame Gegend uͤberblickten. Es
war ein abgelegener Aufenthalt, und die Einrich⸗
tung uͤberraſchte den erſtaunten Blick durch die
aͤußerſte Zierlichkeit. Ein weiter Sopha von blauem Pekin ſtand
in einer Abſonderung des Gemaches, die, mit
Spiegeln ausgelegt, Stellung und Bewegung der auf jenem Niedergelaſſenen vervielfältigte. Einen Kamin von weißen Marmor zierte ein Auf⸗ ſatz von Alabaſter und gemachten Blumen, hinter denen ſich ein Stundenkreis verbarg, deſſen Zah⸗


