lichkeit klagte, die halbe Nacht Tric⸗Trac ſpielte, faſt nichts aß, aber taͤglich eine Menge Kaffee und ſtarke Getraͤnke nahm. Sie liebte die große Welt und vertrauliche Eingezogenheit, ging gleich gern in die Predigt und in das Schauſpiel, bewunderte die vorigen Zeiten, ſchmähte uͤber die gegenwaͤrti⸗ gen, dachte ſich diezukuͤnftigen als einen fortſchrei⸗ tenden Verfall des menſchlichen Geſchlechtes, hielt die beſte junge Frau fuͤr ſchlechter als die armſe⸗ ligſte der ehemaligen Tage, und ihre Schwieger⸗ tochter ſelbſt fuͤr ein niedliches Puppchen, dem nichts Noth thaͤte, als Spielzeug und Bonbons, hatte es aber doch ſo lieb, als ſie etwas haben konnte, und wuͤnſchte ihrem Sohn immerhin Gluͤck zu ſeiner Wahl. Die Geſellſchaft in dieſem Hauſe entſprach dem Alter und Weſen des Grafen und der Graͤfin. Da ſah man ältliche Damen, hochroth geſchminkte Witwen, die mit der Zeit ſchmollen, welche ihre Runzeln mehrt, und mit den Mäͤnnern, die ſie nicht mehr anſehn. Da ſah man auch alte Herrn auf die Jugend ſchmähn und ſchwerfaͤllig dabei um junge Schoͤnen huͤpfen, die neue Kriegskunſt
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