Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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ſten aus der Provence, und hatte lange mit Aus⸗ zeichnung in der Marine gedient. Der alte Graß⸗ der Vater des Generals, war Chef einer Esca⸗ dre geweſen, und hatte Brauch und Neigung des Seemannes beibehalten. Einen Theil des Vor⸗ mittags uͤber rauchte er; brachte, vom Podagra ſehr geplagt, die groͤßte Haͤlfte ſeines Lebens im Lehnſeſſel zu, liebte aber dennoch die Freude, und ließ bei deren Erguß ſich mitunter wohl ein Wort entſchluͤpfen, an das Kaliſtens keuſche Ohren eben nicht gewoͤhnt waren, woran ſie indeß bald keinen Anſtoß mehr nahm; denn unter dem rau⸗ hen Aeußern, unter Fluͤchen und Scheltworten des ungeduldigen alten Kriegers offenbarte ſich ein edles, offenes Gemuͤth, eine uͤberſtrͤmende Freu⸗ digkeit und die unerſchoͤpflichſte Guͤte. Täͤglich gewann ſie den alten Grafen lieber, der ſeinerſeits ohne ſie bald nicht mehr leben konnte und ſchwor, wenn der ſchoͤne Engel bei ihm ſei, haͤtte das ver⸗ teufelte Podagra ihm weniger an.

Die Graͤfin Loris war eine ältliche, hyſteriſche Dame, deren Nerven das Leidweſen zu altern ſtets reizte, die den halben Tag uͤber ihre Kraͤnk⸗