— 305
tete er auf ſie Blicke, vor denen ſie erbebte. Die Aeltern des jungen Mädchens beklagten ſich oͤffent⸗ lich uͤber ſeine Treubruͤchigkeit, ſie konnten nicht begreifen, weßhalb er mit ihrer Tochter brach, de⸗ ren Ruf unter einem ſolchen Benehmen litt und deren Gemuͤth ſchmerzlich davon verletzt ward⸗ Nicht ihre gerechte Beſchwerde, nicht das lebhaf⸗ te Zureden der Familie Delormond, vermochten etwas uͤber ſeine Weigerung. Bathilde nur kannte deren unſeeligen Grund und hatte nicht den Muth dawider aufzutreten, und verzweifelte an allem zu⸗ kuͤnftigen Gluͤck.
Mit Hinterliſt hatte Eduard nichts uber ſie gewonnen, ſie vermied ſeine Fallſtricke mit Klug⸗ heit. Endlich draͤngte ſich ihm allmaͤhlig die ue⸗ verzeugung auf, er ſuche vergebens ſie zu verfuͤhren; er wurde ihrer uberdruͤßig, und ließ in ſeinen hart⸗ näckigen Verfolgungen nach. Man ſah ihn nicht mehr in Geſellſchaft, oft blieb er Tage lang auf ſeinem Zimmer und ſuchte durch das Talent der Malerei, die er mit Erfolg trieb, die unſelige Nei⸗ gung zu zerſtreun, die ſeines Lebens Verderben war. Niemand wußte, wem die plöbliche Vor⸗ 1r Theil.


