Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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nennen zu laſſen, wie Sie wollen; aber unter

der Bedingung, daß ich Sie auch Mutter heißen

darf.Wie gern! nennen Sie mich Mutter, nennen Sie mich immer ſo; das Wort ruft mir meinen Engel auf Erden zuruͤck, ich habe meine

Tochter wieder!Mutter, liebe Mutter! rief Bathilde mit kindlichem Ausdruck, und eine ge⸗ genſeitige wonnevolle Taͤuſchung erfuͤllte beide. Ach, ſagte ſie, zum erſten Mal ſage ich Mutter: ich habe meine Mutter nie gekannt!So will ich Deine Mutter ſeyn, liebe Tochter, mein En⸗ Mutter, meine liebe Mutter!

Der geſchloſſene Bund war wie eine Schik⸗ kung der Vorſehung fuͤr die arme Bathilde, in⸗ dem ihr das ſchrecklichſte Ungluͤck nahe ſtand, das ſie treffen konnte. Herr Mericourt ſtuͤrzte mit dem Pferde auf einem Landgute, das ſein Freund in der Umgegend von Paris beſaß. Er verhehlte

ſeiner Tochter den Unfall, aus Furcht ſie zu

aͤngſtigen, und in der Ueberzeugung, daß keine uͤblen Folgen daraus entſtehen wuͤrden; aber es bil⸗ dete ſich ihm ein Abſces unter der Hirnſchale, der das Leben des trefflichen Vaters und achtba⸗

gel.