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und Uebung, ſo kann einem nichts geſchehn; und wenn Du mich wirſt oͤfter in den Schranken geſehn haben—“„Nein, nein! rief Karoline, ich habe genug geſehn! zum zweiten Male hielt ich es nicht aus.“ Sie ſtutzte ſich bei dieſen Worten zitternd auf Leos Arm und erreichte mit Muͤhe ihren Wagen; aber ſie war nicht im Stande dem glaͤnzenden Fruͤhſtuͤck beizuwohnen, das dem merkwuͤrdigen Wettkampf zwiſchen den geſchikteſten Ballſpielern der Hauptſtadt folgte, und mußte einige Tage das Zimmer huͤten.
Ihre Verdammniß war lang und grauſam ihre Pein. So oft Leo ein ſuͤßes Wort der Liebe zu ihr ſprach, las ſie, ihre Augen in die ſeinigen bohrend, darin Trug und Verrath. Wenn er ſie umſchlang, war ihr, als waͤre ſie von Schlan⸗ gen umwunden, und ihre gierigen Blicke hefteten ſich auf die Stelle ſeines Armes, wo das heilloſe Armband ſaß, das dunkle Haageflecht, das ihr keinen Augenblick aus den Gedanken kam. Haͤtte oft der unbaͤndigſte Stolz ſie nicht zuruͤckgehalten: ſo hätte ſie es enthuͤllt, den Undankbaren entlarvt,


