Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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um irgend ein Zeichen, eine Gebehrde zu erlauſchen,

den Verraͤther, der ihr dieſe Qual anthat. Dann tiebte ſie ihn aber wiederum zu ſehr, um ihn zu erniedrigen, zu beſchaͤmen: und es giebt auch ein gewißes Ungluͤck im Leben, wobei die Unſicherheit, wie ſchrecklich immer, doch noch beßt als die Ue⸗ berzeugung iſt.

So litt die Ungluͤckliche unbeſchreibliche Mar⸗ ter, wenn ſie allein mit Leo war, und in den Ge⸗ ſellſchaften, wozu ſie ſich nichts deſto weniger hin⸗ reißen ließ, wo moglich noch groͤßere. Wenn ſich Alles dem gemeinſamen Vergnuͤgen hingab, das den Kreis vereinte, Saint⸗Far ſelbſt mit offenher⸗ ziger Froͤhlichkeit ſein Spiel mit den Neckereien und Anſtalten der Goquetterie trieb, ſaß ſie abge⸗ ſonbert, unter dem Vorwande eines kleinen Uebel⸗ befindens, in einem Winkel, und forſchte mit un⸗ ruhigem, geſpanntem Blick, welche von ſo vielen liebenswuͤrdigen Frauen diejenige ſei, deren Na⸗ menszug und Haar Leo truͤge? Ein andermal miſchte ſie ſich in Tanz und geſellige Spiele, heuchelte die leichte Huld, welche ihrer Natur eigen war,