Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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niß oder Unruhe; er war ſo voll Zaͤrtlichkeit, ſo liebenswuͤrdig, wenn ſie ſich beiſammen allein fan⸗ den, ſie ſeines argloſen Herzens ſo ſicher, daß nicht der geringſte Argwohn ihre Gedanken ſtreifte. Allein unter den Frauen ihres Umgangs war doch eine oder die andre, die ſich kein Gewiſſen daraus gemacht haben wuͤrde die Blicke eines ſo liebens⸗ wuͤrdigen Mannes, als Saint⸗Far, zu feßeln; ja die es ſich wohl gar zur Ehre gerechnet haͤtte ihn dem Treuebuͤndniß abtruͤnnig zu machen, worauf ſeine Frau ſo ſtolz war, und deßen er, wie man behauptete, uͤber kurz oder lang doch uͤberdruͤſſig ſeyn wuͤrde. Daher denn verlangende Blicke, un⸗ terdruͤckte Seufzer, wohlberechnete Geiſtesabweſen⸗ heiten, empfindſames Träumen; kurz alles Ruͤſt⸗ zeug der Coquetterie wurde in Bewegung geſetzt, das ganze ſchwere Geſchuͤtz der Buhlerei aufgefah⸗ ren wider Saint⸗Far. Er lachte oft daruͤber mit ſeiner theuren Karoline, deren Gemuͤth zwar voll⸗ kommen ruhig war, die aber doch, ohne ſelbſt zu wiſſen warum, nicht mehr ſo gern als vordem in Geſellſchaft ging, und ihrem Mann mit den Au⸗ gen folgte, wenn er ſich ohne Zweck und Ziel in