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Der Fruͤhling kam, Saint⸗Far mußteſichnach Toulon am Bord ſeines Schiffes begeben. Er verließ Karolinen, die ganz geneſen war, doch alle ihre Kraft brauchte eine Trennung zu ertra⸗ gen, deren Bitterkeit ſie noch nicht erprobt.
Sie wollte ſich den Gefahren entziehn, wel⸗ chen ihre Schoͤnheit, ihre Jugend, ihr Reichthum ſie in Abweſenheit ihres Gatten zu Paris ausſetz⸗ ten, und entwarf ſich einen Lebensplan, dem ſie unwandelbar treu blieb.
In Brie, mitten auf dem Lande, beſaß ſie ein ſchoͤnes Haus: dorthin zog ſie und verlebte die ganze Zeit, die Saint⸗Far im Dienſt zubrin⸗ gen mußte. Buͤcher, ihre Harfe, ihr Pinſel, erfuͤllten die Stunden, welche nicht der Verbeſſe⸗ rung ihrer Haabe und dem ſtillen Wohlthun ge⸗ weiht waren. Ihr lebhafter Briefwechſel mit ihrem theuren Leo beſchaͤftigte hinlaͤnglich ihre Seele und ihre Phantaſie, und die ſechs Monate ſeiner Abweſenheit verfloſſen ſchneller, als ſie gehofft. So wahr iſt, daß die Liebe von Traͤumen und der Hoffnung lebt; ſo wahr das Wort eines großen Darſtellers der Natur, der von Liebenden ſagt:


