Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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moͤchte ich ſie eben ſo auch nur durch Dich erhalten ſehn. Mich wieder ins Leben zuruͤckzurufen, brauchſt Du nur das Eine zu ſagen, das ich nim⸗ mermehr vergeſſen werde, nur die Worte:„Leo, lieber Leo! trennen wir uns nicht mehr!“

Unter aͤhnlichen Geſpraͤchen und Ergießungen der reinſten Zärtlichkeit verfloſſen den gluͤcklichen Gatten alle Stunden, welche ſie nur der großen Welt entziehen konnten. Sie fuͤhlten, daß nicht die Wolluͤſte, die der Reichthum verſchafft, nicht das Anſehn in der Welt, das ihm folgt, nicht der glaͤnzende Taumel von Feſigelagen, der ſeligen Ue⸗

bereinſtimmung vergleichbar wären, dem wonnevol⸗ len Erguß, der Gemeinſchaft von Gedanken, Neigungen, Planen, Gefuͤhlen zweier Herzen, die ein einziges ſind. 6% O ſeelige Zeit des Lebens, goldene Zeit, Pa⸗ Iradies des Daſeyns, Tage des ehlichen Gluͤckes, die ihr unter unſerm Fußtritt Blumen und ein wohlthatiges, reines Sonnenlicht uͤber unſre Schei⸗ e ſchafft! warum dauert ihr nicht? Ein einziges Wolkchen truͤbt den Horizont, erweckt den Sturm und regt die Wetter auf.