ſie an ſeine Bruſt, und erwärmt ſie mit ſeinem Athem: nein, Karoline, wirtrennen uns nichtmehr. Du lebſt wieder auf, mich zu lieben, mein Leben zu verſchoͤnen, das ohne Dich eine ſchreckliche Qual, ein langes Dahinſterben waͤre!“ Der Arzt kömmt indem, und ſagt, die Kriſe habe ſich zur Beſſerung gewendet, die Kranke ſei gerettet. Ihr Bewußtſein kehrt zuruͤck, ihr erſter Blick iſt auf ihren Mann gerichtet, und ſie ſagt deutlich mit ſeeligen Lächeln:„Leo, lieber Leo! trennen wir uns nicht mehr!“
Die zaͤrtliche Sorgfalt, die ihr Leo unablaͤſſig bezeigte, beſchleunigte ihre Geneſung. Er ließ alle Beſuche abweiſen, ſie nicht der Ermuͤ⸗ dung durch einen zahlreichen, oft uͤberlaͤſtigen Schwarm auszuſetzen. Ihre Einſamkeit belebte er unaufhoͤrlich durch ſeine Gegenwart, durch un⸗ terhaltende Lectuͤre, durch Muſik„die er anfangs allein, bald mit ihr machte. Ihre Kräfte nahmen taͤglich zu, ſie ging zum erſtenmal aus, empfing ihre Verwandte und Freunde, die lebhaften An⸗
theil an der Gefahr genommen, welche ſie uͤber⸗
ſtanden. Der immer zärtlichere, immer ſorgfalts⸗


