faden hing zum Trocknen ein Kleid von oſtindi⸗ ſchem Mouſſelin mit durchbrochener Stickerei und zwei batiſtne Hemden mit Spitzen beſetzt, welche die Dame ſo eben gewaſchen, und die mit dem, was ſie an ſich trug, ihre ganze Leibwaͤſche ausmachten. Den jaͤmmerlichen Contraſt zu erhohn, nahm Frau von Saint⸗Roman eifrig aus ihrer alten Komode einen praͤchtigen aͤchten Shawl mit Palmen und Mittelſtern, hing ihn um; nahm aus der Chiffoniere einen rothatlaſ⸗ ſenen Federhut und vertauſchte ihn gewandt mit der ſchlechten Neſſeltuchhaube, die ſie aufhatte, und gewann, durch dieſe halbe Toilette von ihrer Beſchämung nun erloͤſt, nach und nach ihren ge⸗ wöhnlichen Ton von Wuͤrde, ihr hochfahrendes Weſen wieder; und ließ den jungen Gatten den Abſtand in ſeinem ganzen Umfang fuͤhlen, der, ihrer Meinung nach, zwiſchen denſelben und einer Frau ihrer Art beſtand. Wiewohl Albertine die Tochter eines Obriſten und von gutem Hauſe war, ging ſie doch mit Frau von Saint⸗Roman keinen Rangſtreit ein: das Mitleid mit der Hochmuͤthi⸗ gen uͤberwand jedes andre Gefuͤhl; Achilles bil⸗
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