ſie
2——
laͤſſigung entgelten.“„Gut“ rief Albertine„ich ſetze mich den Maulereien der Baronin nicht wieder aus;“ und waͤhrend der Fahrt ſchrieb ſie in ihre Tafel: Talent zur Plackerei; Salonsmeu⸗ bel; unertraͤglicher Verkehr!“
Sie fuhren durch die Straße St. Apoline, und hielten vor der Thuͤr der Frau von Saint⸗
Roman, einer jungen, hochmuͤthigen, eiteln und
coquetten Wittwe, wie dergleichen haͤufig unter dem kleinen Adel iſt. Ihr groͤßtes Gluͤck war jede neue Mode mitzumachen; ſie erſchien nie, außer in den modernſten Huͤten, in Kleidern vom neuſten Schnitt.„Ihr Anzug und ihr Ton verrathen durchaus Wohlhabenheit“ ſagte Alber⸗ tine,„und ich weiß doch von guter Hand, daß ihr alter Mann ſie nur aus Neigung geheurathet und ihr ein ſehr maͤßiges Einkommen hinterlaſſen hat.“„Ordnung und Sparſamkeit“, antwortete Achill, ſind ſo reiche Huͤlfsquellen!“ Sie ſtiegen aus und fragten den Portier, inwelchem Stock Frau von Saint⸗Roman wohne?“„Auf dem Hof im fuͤnf⸗ ten,“ erwiderte er kurz.„Im fuͤnften!“ wiederholte Albertine, und hob ihr Kleid behutſam auf, indem
———————
—————————


