Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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daß Albertine und ihr Gemahl ſich nicht faſſen ksnnen vor Verwunderung, und beſchaͤmt ihr ungerechtes Urtheil erkennen und bereun.

Indem kommt der junge Rath aus dem Ge⸗ richtsſaal nach Hauſe und hilft ſeiner Frau die unterhaltung fuͤhren. Sie wird beherzter in der Gegenwart des angebeteten Gatten und uberläßt ſich unbewußt dem Schwunge ihres Gemuͤthes, 6

dem Feuer ihrer Einbildungskraft. Ein tiefes Wiſſen, der gelaͤutertſte Geſchmack werden offen⸗ bar, und die jungen Vermählten ſehn, daß manche junge Frau, die in Geſellſchaft glaͤnzt und um Be⸗ wundrung buhlt, nicht jene erreicht, welche, ſchuͤch⸗ tern und ſchweigend und zuruͤckgezogen, Abge⸗ 3 ſchmacktheiten beobachtet, vor denen ſie ſich zu huͤten weiß, von der Welt, als von einem Schauſpiel belehrt werden will, und wo die Andern vergeuden,

ſammelt.

Dieſer Beſuch machte einen lebhaften Ein⸗ druck auf Albertinen. Sie gelobte bei ſich der jungen Frau eine unwandelbare Anhaͤnglichkeit, und ſagte im Herausgehn und wiederholte auf ihrer Schreibtafel die Worte;unerkanntes Ver⸗