Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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ſchaft zu gehen, erſchien ſie ſo linkiſch und furcht⸗ ſam, daß man ſie fuͤr ein Landfräulein ohne alle geſellige Kultur hielt, fur ein ſtumpfſinniges Ge⸗ ſchoͤpf, das keiner Empfindung fähig ſei. So hatte ſie Albertine nach einigen Zuſammenkuͤnften beurtheilt, und herzlich den liebenswürdigen Mann beklagt, der dieſes Automat ſich auf den Hals geladen. Achilles war derſelben Meinung gewe⸗ ſen, und hatte ſich mehr als einmal auf Koſten der jungen Räthin luſtig gemacht.

Sie werden, ohne einen Augenblick warten zu muͤßen, ohne Umſtaͤnde in einen Salon gefuͤhrt, wo die hoͤchſte Ordnung und Reinlichkeit herrſchen. Im Nebenzimmer ſpielt Jemand auf dem For⸗ tepiano eine der ſchwerſten Sonaten von Duſſek mit einer Präciſion, einem Feuer, die ſie entzuͤk⸗ ken. Kaum hat ihr Vergnuͤgen, den kunſtvollen Harmonien zu lauſchen, begonnen, ſo hoͤren ſie plöblich auf, die Thur öffnet ſich und vor ihnen ſteht die blöde Kuͤnſtlerin, anfangs beſtuͤrzt, ver⸗ legen. Allmahlig faßt ſie Muth, macht dann die Ponneurs vom Hauſe mit naiver Anmuth,

vorzuglich aber mit ſo eindrinzticher Hetzlichkeit⸗ Ir Theil. B