Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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Willen ihrer Aeltern ihn den glänzendſten Pat⸗ thien vorgezogen. Der Wagen fuhr unter ei⸗ ner praͤchtigen Saͤulenhalle ein, und hielt vor einem Flur, der mit Statuen geſchmuͤckt und mit Tep⸗ pichen belegt war. Zwei große, galonirte Lakayen fuhren das junge Ehepaar in den erſten Stock, wo ſie in einem weiten Vorzimmer einige Augen⸗ blicke warten muͤſſen, bevor ihnen ein Salon auf⸗ gethan wird, in welchem alles vereint ſcheint, was Ueppigkeit und Reichthum begehren moͤgen. Nach wenigſtens einer halben Stunde, die ihnen hier in Erwartung und Ungeduld vergeht, tritt endlich zu Achill und Albertinen die junge Frau des Hauſes ein. Sie kam aus dem Bett, ein eleganter Morgenanzug hing um ihre Schultern, noch ſtach ſie mit dem Kamm die langen blonden Haare auf, die halbgeflochten auf den ſchoͤnſten Buſen niederfielen, der mit einem ſehr kleinen amaranthfarbenen aͤchten Shawl, der nachlaͤſſig unter dem Kinn verſchlungen war, fuͤr bedeckt galt. Die erloſchenen Augen, die bleiche Farbe der ſchoͤ⸗ nen Nachläſſigen verkuͤndeten Mattigkeit und Langeweile. Sie ſenkte ſich in ein geräumiges