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diſchen Gemach zu Corbeuil war. Wir er⸗ zaͤhlten ihm unſere ungluͤcklichen Ereigniſſe, die ihn ſehr ruͤhrten. Aber waͤre es auch ein Fremder geweſen, haͤtte er uns nicht die⸗ ſen Dienſt geleiſtet, ſo waͤren wir doch gewiß geweſen, wenn wir uns ihm entbeckt hatten, daß er uns nicht an unſte Feinde verrathen hätte. Er duzte uns nemlich nicht, und man weiß, daß das Dutzen ein Zeichen von Grob⸗ heit, wenn es ſich bis auf Perſonen erſtreck⸗ te, die man nicht kannte, die brutale Spra⸗ che und das Loſungswort der Banditen, die damals im Lande herrſchten, war.
Wir baten ihn, uns zu dem obgenann⸗ ten Servin, der uͤber das Fuhrweſen geſezt war, und eine Stunde von Avranches wohnte, zu bringen. Er war hiezu um ſo williger, da er Geſchaͤfte in dieſer Stadt hatte. Servin war noch nicht aufgeſtanden, als wir anka⸗ men. Wir hatten viel Muͤhe, ihn zu wecken. Er geſtand uns, daß er aus dem ſtarken An⸗ klopfen geſchloſſen haͤtte, es ſey ein Agent von der Volksgeſellſchaft da, der ihn, nach einer Maaßregel wegen der allgemeinen Si⸗ cherheit, in Verhaft nehmen ſollte. Er nahm uns ſehr wohl auf, und machte gleich ein groß Feuer an, woran wir uns vollends trock⸗ neten, und enblich wieder guten Muths wur⸗


