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Treue Liebe unter den Schrecknissen der französischen Revolution / aus d. Franz.
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ich war mit meiner Arbeit kaum zur Haͤlfte fertig. Dieſe unglucklichen Ereigniſſe beun⸗ ruhigten mich ſehr. Unterdeſſen troͤſtete ich mich von Zeit zu Zeit damit wieder, daß ich boch ſchon eine gewiſſe Geſchicklichkeit darin⸗ nen erworben hatte. Ja, ſagte ich zu mir ſelbſt, daß ich dieſe Feilen zerbrochen habe, ruͤhrt daher, daß ich in der Kunſt mit ihnen umzu⸗ gehen noch nicht genug erfahren bin. Es ſind mir nur noch zwey uͤbrig, wohlan, ſie wer⸗ den hinreichend ſeyn. Wenn aber auch dieſe zerbraͤchen? Bey dieſem Gedanken zit⸗ terte meine Hand, und dieſes war mein Un⸗ gluͤck, denn ich zerbrach wirklich auch die fuͤnf⸗ te. Wie ſchaͤtzbar war mir nun die lezte. Ich betrachtete ſie mit Zaͤrtlichkeit, unterſuchte die⸗ ſelbe mit der aͤuſſerſten Sorgfalt, und es kam mir ſo vor, als wenn ſie auf keinem Fall zu dem, was noch zu thun uͤbrig war, hinrei⸗ chend ſeyn koͤnnte. Ich brachte indeſſen doch meine Arbeit damit zu Stande, die mir ſehr muͤhſam wuͤrde vorgekommen ſeyn, wenn ich nicht auf den Zweck derſelben geſehen und manchmal einige Pauſen gemacht haͤtte, die ich zu Knuͤpfung des Seils, das ich ſo no⸗ thig brauchte, anwendete.

Endlich kam der Tag meiner Befreyung⸗ Ich eilte, das Zeichen, das gluͤckliche Zeichen,