Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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dem Gefuͤhle, das ſie durchſtroͤmt: ihre Phan taſie rief ihr itzt das unnennbare Entzuͤcken der erſten Nacht ihrer Liebe zuruͤck.. WMit Ver⸗

gnuͤgen verweilte ſie bey dem wolluͤſtigen Traum⸗

bilde; durchgieng und wiederholte oft jeden klei⸗ nen Umſtand deſſelben... Sie denkt ſich dann Milfords kuͤhnes Unternehmen, und glaubt in dem Augenblicke, auf ihren nackten Schul⸗ tern den Druck ſeiner Lippen von neuem zu fuͤhlen. Zitternd und zaͤrtlich geruͤhrt bleibt ſie einige Zeit wonnetrunken in dieſem Ge⸗ fuͤhle... Sie iſt nun die Eingeweihte der Liebe, und hoͤrt auf Vedras Eingeweihte zu ſeyn.. Kaum vermag ſie den wolluͤſtigen Empfindungen, die ihre Seele durchgluͤhen, zu widerſtehen....

Muͤhſam verlaͤßt ſie die Wellen, welche ſie dem Vergnuͤgen eingeweihet hatte, huͤllt ſich in ihr leinenes Gewand, das ſie leicht um ihren reitzenden Koͤrper wirft, erholt ſich ein wenig, und laͤßt ſich nieder auf den Raſen.

Die kuͤhle Naͤſſe wurde bald durch ihr Gewand getrocknet. Sie erhebt ſich und greift 8