aus dem Felſen hervorſprudelt, und ſich in ein ſteinernes Becken ergießt, ladet zur Ruhe und Erfriſchung ein. Ein ſanftes Halbdunkel, gleich jenem vor der Morgenroͤthe, verbreitet uͤber alle dieſe Gegenſtaͤnde einen Zauberreitz; die aroma⸗ tiſchen Kraͤuter ſtreuen Wohlgeruͤche umher, und erzeugen ein wolluͤſtiges Schmachten.
Das junge Maͤdchen verſpricht ſich in die⸗ ſem Kryſtallbache eine angenehme Erholung. Sie wirft ihr leichtes Gewand von ſich, und ſchluͤpft in das Bad. Die Wellen, aufruͤhreriſch von Entzuͤcken, beſpielen liebkoſend bald die Kniee, bald den Buſen; bald draͤngen ſie ſich auch an die Korallen⸗Lippen, als wenn ſie die zaͤrtlichen Kuͤſſe, welche darauf ruhen, aufzuwecken ſuch⸗ ten... Sie ſchaukelt wolluͤſtig umher, und ſetzt ſich dann wieder auf den gruͤnen Raſen, mit welchem das Becken bewachſen iſt.
Durch Huͤlfe des Bades glaubte ſie ihre Hitze etwas abzukuͤhlen, allein vergebens; durch eine entgegengeſetzte Wirkung entbrannte ſie nur heftiger, und ihre aufgereitzten Sinne durch⸗ gluͤhten ihr ganzes Weſen. Sie uͤberlaͤßt ſich in dieſem einſamen Aufenthalte, ohne einige Furcht vor dem Einfluſſe der Gottheiten des Boͤſen,
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