Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
Einzelbild herunterladen

110

Stellina gieng mit ihren jungen Freundin⸗ nen in den Wald, die Unterhaltungen zu ge⸗ nieſſen, welche ſie ſich hier zu finden verſprochen hatte. In der Ebene erblickt ſie auf ein⸗ mahl das einſame Gebuͤſch der Palmbaͤume... Eine Thräne glaͤnzte in ihrem Auge, und ein Seufzer entfloh ihr; eine unwillkuͤhrliche Bewe⸗ gung hielt ſie in ihrem Laufe zuruͤck. Ihre Freundinnen vertheilten ſich in dem Gehoͤlze; Hoffnung zur Beute ſpornte ſie weiter. Leicht wie der Wind fliehen ſie umher.

Stellina verfolgt kein wildes Thier; allein Milfords Bild verfolgt ſie. Sie wandelt, den Bogen und die Augen auf die Erde gekehrt, langſam und gedankenvoll einher.

Verſunken in ihre ſuͤſſen Traͤumereyen ſchritt ſie immer weiter. Eine uͤbernatuͤrliche Macht zog ſie nach dem Walde des Fremdlings, und nach der Gegend der Sanga hin. Sie be⸗ merkt ihren Irrthum und verweilt doch gerne darin; das Lager in der Ferne machte ſie ſicher.

Sie kommt in die Naͤhe der Grotte: ihr ungeduldiges Herz war ihren Schritten laͤngſt vorangeeilt. Sie wußte, daß er ſich nicht mehr dort befaͤnde; allein es that ihr ſo wohl, den Tag,

d d 3