Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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Den andern Tag war Stellina mehr als jemals von der Gerechtigkeit der wohlthaͤtigen Goͤtter mit voller Zuverſicht erfuͤllt: der heilſame Balſam, welcher durch ihre Adern ſich ergoß, brachte ihre Hoffnung und Geſundheit zuruͤck. Sie will, um ihre Langeweile zu toͤdten, die Waͤlder durchirren, als wenn ihr die Unruhen, deren Stifterin ſie doch ſelbſt war, entfallen waͤren.

Wenige Augenblicke nur waren nothwen⸗ dig und alles war bereit. Zehn junge Maͤdchen, kaum mit leichten Schleiern bedeckt, die Haare in Flechten gewunden, die Koͤcher auf den Schul⸗ tern, und mit Bogen bewaffnet, umgaben Stel⸗ linen, die ſich bemuͤhte, ihnen freundlich zuzu⸗ laͤcheln, und an ihrer Spitze vorauszog. Ihr folgten zwanzig Krieger mit Wurfſpieſſen und Keulen, durch den wilden Coſmoͤe angefuͤhrt, der ſchon ſo ſtolz einherſchritt, als ſchleppte er die blutenden Felle des erlegten Wildes in ſeinem Gefolge her. Dem Zuge erſchollen zwei Hoͤrner voran, die den Aufbruch der jungen Itobarin ankuͤndigten.

An den ufern des Gardelfluſſes in der Ebne befahl ſie zu halten, beſtimmte dieſen Ort