Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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Stellina erſtaunt, wußte nun nicht, wie ſie ſich benehmen ſollte. es ſchmerzte ſie, ihrem Vater das Geheimniß, das ihr ſo druͤckend wur⸗ de, und ihrer guten Emora den Ausſpruch des Orakels, das ihre Seele mit einer bangen Un⸗ ruhe erfuͤllte, nicht entdecken zu duͤrfen.

Auf dem Punkte nun, eine Wahl zu voll⸗ ziehen, die mir der Himmel vorſchreibt, halten mich die Geſetze zuruͤck, und machen mich ohne meinen Willen zu dem Gegenſtande des Zwiſtes, welcher uns itzt bedrohet.

Was verlangen Goͤtter und Menſchen wohl von mir? Bin ich nun einmahl zum Ungluͤcke beſtimmt, warum verdammt mich ſo⸗ gar dieſes geheimnißvolle Orakel, meine Leiden wenigſtens nicht in den Buſen meiner Freunde, die mich umgeben, ausſchuͤtten zu duͤrfen?... Dieſer abſcheuliche Riamir! Iſt er wohl maͤch⸗ tiger, als Vedra? Und werde ich ihm, gegen meinen und gegen der Goͤtter Willen, gleich einer Beute, die ihm zu Theil wurde, zuge⸗ hoͤren muͤſſen?.

Durch weniger traurige Ideen wurde ſie nach und nach wieder beruhiget. Mit Entſetzen dachte ſie an das Opfer, das ſie zu vollziehen