Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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Die Sonne ſtand ſchon hoch auf der Inſel Ceylon. Der Itobar war erſtaunt, daß ſeine

Tochter noch nicht in ſeine Arme geeilt ſey.

Unruhig hieruͤber fragte er ihre Frauen, und da ſich ihr Erwachen noch immer verzoͤgert, begiebt er ſich ſelbſt zu ihr.

Ihr niedergeſchlagenes Weſen und die Fur⸗ chen der vergoſſenen Thraͤnen, welche noch auf ihren Wangen gezeichnet ſind, erwecken ſeine ganze Beſorgniß. Sie beſtrebt ſich umſonſt, ein freundliches Laͤcheln auf ihren Mund zu zaubern; allein dem väterlichen Blicke entgeht dieſes ſo wenig, als der Kummer, welcher an ihr nagt. Endlich ſieht ſie ſich auf ſein oft wiederholtes Dringen zu antworten genoͤthiget, und doch darf, ſie es nicht wagen, die Quelle ihrer Traurig⸗ keit und ihr naͤchtliches Unternehmen zu ent⸗ decken. Um ihm nun ſeinen Argwohn zu be⸗ nehmen, ſagte ſie zu ihm:

„Schon lange hab ich euern Bitten, mir „unter denen, welche um meine Hand werben, „einen Gemahl zu erwaͤhlen, widerſtanden. „Heute fuͤhl ich nun, daß ich mich endlich hiezu „entſchlieſſen muß. Ihr koͤnnt hievon die Haͤup⸗ „ter des Stammes unterrichten. Und ich wuͤn⸗