Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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ſtellt, daß ſie zu leben und zu athmen ſcheinen.

Stellinens Blicke feſſeln vorzuͤglich zwey Unge⸗

heuer: eines ein Europaͤer, und das andere ein

Weib, das mit dem Weltall in gleichem Alter,

und zum Ungluͤcke auch alle ſeine Umwaͤlzungen uͤberlebt zu haben ſchien... Der Europaͤer traͤgt in der einen Hand ein Feuergewehr, und in der andern einen Olivenzweig; er liebkoſt die Alte, welche ihn an ihr Herz druͤckt, und ihm auf die Bildſäule des Vedra, als dem Schutz⸗ gotte der Portugieſen, hinzeigt. Stellina er holt ſich und blickt noch einmahl nach dieſem Paare, vor dem ſie zuruͤckſchaudert. Auf der Stirne dieſes weiblichen Ungeheuers lieſt ſie in malayiſcher Schrift: Politik; und die Zuͤge des jungen Menſchen erneuern ihr Milfords

Zuͤge; ſeine Kleidung iſt dieſelbe... Sie iſt

im Begriffe ſich zu naͤhern; allein ſchnell wendet ſich ihr Auge nach der maͤchtigen Gottheit, die ſie zu Rathe ziehen will; erſchrocken durch das Bild ihres Geliebten, welches ſie bis zu den Fuͤſſen der ungeheuern Bildſaͤule verfolgt, ent⸗ fernt ſie ſich.

Mitten in der Halle ſtand dieſer Koloß, deſſen Haupt ſich bis in die Kuppel des Gewoͤlbes