ſie mit Orira vereiniget, und den Szepter des Stammes ſeiner Familie zugeſpielt zu haben. ₰ So urtheilte der ſchaͤndliche Betruͤger.— Um jedoch dieſes Ziel zu erreichen, mußte das Maͤd⸗
chen zuvor unterjocht, durch alle Stufen des
Aberglaubens gefuͤhrt, und die Göͤtter ſelbſt als feile Werkzeuge des Ehrgeitzes und Haſſes miß⸗ braucht werden. Hat jemals ein Prieſter zwi⸗ ſchen ſeinem Vortheile und der Entweihung des groͤßten Heiligthums unſchluͤſſig gewankt?..
Die Stunde der Mitternacht ſchlaͤgt. Stellina, gehuͤllt in ein langes Gewand von Caros, tritt aus dem Pallaſte: ihre Schritte ſind wankend. Emora unterſtuͤtzt ſie bis zum Eingange auf der weſtlichen Seite. An der Pforte harrte ein Bramin. Er bezeichnet Emora einen Stein, auf welchem ſie die Ruͤck⸗ kunft ihrer Gefaͤhrtin knieend erwarten ſoll, und ſchreitet dann vor ihr her.— Stellina ver⸗ wirrt, folgt dem Braminen langſam nach, eine Menge Seufzer entfliehen und erleichtern ihren gepreßten Buſen. Sie treten von der Morgen⸗ ſeite aus dem Tempel und folgen einem duͤſtern engen Bogengange.— Der Bramin klatſcht in die Hand, die Thuͤre oͤffnet und verſchließt ſich
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