Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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ſelbſt nicht kennen: ſo befragt der Oberbramin das Hrakel, und ſein Ausſpruch iſt dann immer heilſam. Vedra wird verſoͤhnt und Brama wacht wieder uͤber uns..

Das Opfer ſelbſt kann ich Dir nicht

ſchildern, da tiefes Geheimniß es umſchleiert.

So viel iſt mir doch bewußt, daß man ſich dazu um Mitternacht ganz allein in den Tem⸗ pel begeben muͤſſe. Das uͤbrige iſt blos dem Himmel und den Eingeweihten bekannt. Nur ſelten hat es Statt. Ein Jahr mag indeſſen kaum verfloſſen ſeyn, daß es dem alten Siloe gewaͤhrt wurde. Siloc kehrte aus Colombo zuruͤck, wo er lange Zeit in den Feſſeln der

Europaer geſchmachtet hatte. Bey ſeiner Ruͤck⸗

kunft fand er weder ſein Weib, noch ſeine Kin⸗ der mehr; in der Verzweiflung eilt er hin, dem Gott der Finſterniß ſein Opfer zu brin⸗ gen. Itzt iſt er Bramin. Heiterkeit kehrte in ſeine Seele zuruͤck, und der Stamm erblickt ihn nie, ohne der Goͤtter Macht anzuſtaunen.

Wohlan denn, meine Tochter, wenn Deine Leiden weder durch die Freundſchaft, noch durch die Vernunft gelindert werden koͤnnen: ſo ſind ſie zuverlaͤſſig durch den Einfluß des