Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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nicht zum Verbrechen anrechnen. Meine Leiden ſind grauſam; wuͤrden ſie aber aufhoren ein Geheimniß zu ſeyn, dann muß ich ihnen un⸗ terliegen.. Emora forſcht nicht weiter. Ich glaube Bramas Zorn verfolget mich.

Bey dieſen Worten bebte die Alte zuruͤck. Sie dringt nicht mehr in ihre Tochter; allein ihr Zuſtand erweckt ihre ganze Theilnahme, ſie erblickt nun keine Linderung mehr fuͤr ſie, als bloß in den Armen der Religion, des Ungluͤck⸗ lichen letzte Zuflucht; Stellinens Hand druͤckt ſie feſt in die ihrige, und bemuͤhet ſich lindernden Troſt ihr einzufloͤſſen.

Dein Schmerz, meine Tochter, macht Dich ungerecht gegen die guten Goͤtter. Hoͤre mich und ſey zufrieden. Brama's Zorn ver⸗ folgt nie die Unſchuld, allein er uͤberlaͤßt die Sterblichen zuweilen dem boͤſen Geiſte, dem furchtbaren Vedra, welchen man blos durch das Opfer der Finſterniß zu beſaͤnftigen ver⸗ mag. Der weiſe Biſnagar, welcher in Colombo unter dem Schwerdte der Portugieſen erlag, war der erſte, ſo die Verehrung dieſer boͤsar⸗ tigen Gottheit bey uns einfuͤhrte. Sind wir nun von Leiden befallen, deren Urſprung wir