Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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thr beſtaͤndig mit heuchleriſchen Liebkoſungen zu ſchmeicheln. Doch nur ſelten lieh ſie beyden ihr Ohr; deſto oͤfter aber unterhielt ſie ſich mit den jungen Maͤdchen in Tenor, beſuchte ſie in ihren elenden Huͤtten, hoͤrte gefaͤllig die langen Erzah⸗ lungen der alten Bedas und den Rath ihrer Weiber; und jeder dieſer gutmuͤthigen Einwoh⸗ ner liebte ſie vaͤterlich. Zuweilen uͤbte ſie auch ihre Staͤrke und Gewandheit auf der Jagd ge⸗ gen die wilden Thiere, und alle ſtritten ſich um das Vergnuͤgen, ihr folgen und ſie beſchuͤtzen zu duͤrfen.

Auf dieſe Weiſe verlebten die Braminen und Stellina die muͤſſigen Stunden eines ſchon zu lange andauernden Friedens.

In dieſem Zuſtande befand ſich der Stamm, als Belerophon auf der Kuͤſte landete. Die Rheede von Bilao beſchuͤtzte das Dorf Fetan an den Ufern der Sanga, in welchem die verderb lichen Dolche, die moͤrderiſchen Pfeile, und die eiſernen Keulen geſchmiedet wurden. Auf der ganzen Inſel uͤbertrafen die dortigen Bewohner alle uͤbrige an Muth und Wildheit. Riamir war ihr Anfuͤhrer, und keiner der Krieger, wel che auf Stellinens Hand mit ihm Anſpruch