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wenn Feige, welche den Kampſfplatz verlieſſen,
ſich uͤber die uͤberwundenen Feinde hinſtuͤrzten,
und ſie nach Wohlgefallen mordeten; ſie gaben aber doch der alten Gewohnheit vor dieſem neuen
Geſetze den Vorzug, und toͤdteten gleich auf dem
Schlachtfelde die gefangenen Europaͤer: allein hier in den Mauern von Tenor und in Gegen⸗ wart der Prieſter, welche bey der nach Grau⸗ ſamkeit duͤrſtenden Menge zu beliebt waren, durften ſie es nicht wagen, ihr Mißfallen hier— uͤber laut werden zu laſſen— und ſchwiegen daher ſtille.
Der alte Ditulan lechzte nach Rache. Sein Herz, welches durch eigne Leiden ſelbſt zerriſſen war, blieb fuͤr den Jammer der armen Gefan⸗ genen gefühllos, und uͤberließ die Sorge zu re— gieren dem ehrgeitzigen Deli, der ſeine Schwaͤ⸗ che zu benutzen verſtand.
Stellina, jung und ſchuͤchtern, errieth kaum noch ſelbſt ihre geheimſten Empfindungen. Der Gemahl, den ſie ſich nach Gefallen wählen durf⸗ te, war der rechtmaͤſſige Nachfolger ihres Va⸗ ters; eine Menge Anbeter umſchwaͤrmten ſie daher ſtets, und huldigte ihren Reitzen und ihrer Macht. Auch die ſchlauen Braminen ſuchten


