Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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gleich auf dem Kampfplatze zu tödten, um ihr Blut mit jenem der Uebrigen zu vermengen, welche im Gefechte ſchon unter ihren Waffen erlagen. Deli hatte kaum ſein verlornes An⸗ ſehen wieder errungen, ſo bemerkte er, daß dieſer grauſame Krieg alle Herzen noch mehr verwil dert, und ſie zugleich mit dem ſtaͤrkſten Haſſe entflammt habe. Geſchickt aus jedem Umſtande Vortheil zu ziehen, fand er bald dieſe Todesart fuͤr die Portugieſen zu raſch; er ließ in vollem Eifer fuͤr die Rechte des Opferdienſtes die Goͤtter ſprechen, und nach ihrer Entſcheidung ſollten nun alle Gefangene in Zukunft an ihn ausgeliefert werden, um ſie demnaͤchſt im Beyſeyn des gan⸗ zen verſammelten Stammes, und in Gegenwart der Eingeweihten zu opfern, welche an dieſem feſtlichen Tage in vollem Glanze und Pracht zu erſcheinen Gelegenheit haben wuͤrden.

Waͤhrend dieſer Zeit waren bercits mehr als hundert Portugieſen, nachdem ſie lange in dem Tempel geſchmachtet hatten, durch die Flam⸗ men verzehrt worden. Das Volk, welches Ge⸗ ſchmack an dieſen feyerlichen Mordſchauſpielen fand, ſah ſie gerne oft wiederholt. Einige edle Krieger blieben zwar nicht ſelten ungeruͤhrt,