Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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Nachrichten von dem Ueberfalle bey Bilao ein⸗ zuziehen, und dadurch etwas mehr von dem Fremden zu erfahren, deſſen Bild ſie ſtets um⸗ ſchwebt.... Sie wußte bereits, daß mehrere Europaͤer am Geſtade ihren Tod fanden, und einige davon ihrem Stamme in die Haͤnde gefal⸗ len ſeyen, welche nach der ſchrecklichen Gewohn⸗ heit der Tenadaren den Flammen zum Opfer gebracht wurden. Mirleidsvoll durchbebte ſie die⸗ ſer ſchauerliche Gedanke; in ihrer Seele, voll von ſo reinen Gefuͤhlen, die das Wohlthun ge⸗ waͤhrt, und frey von dem barbariſchen Joche, wechſelten nun ſo manche neue, ihr unbekannte Empfindungen; ſie erſtaunt uͤber ſich ſelbſt, wie ſie bisher mit kaltem Blute den Martern die⸗ ſer Fremdlinge zuſehen konnte, und nur mit Entſetzen dachte ſie an dieſe, welche jener har⸗ reten. Du! heiliges Gefuͤhl der Menſchheit, biſt von heute an die Gottheit, welcher Stellina huldigt; und ihr, Prieſter von Indoſtan, werdet nicht laͤnger unumſchraͤnkt uͤber die Tochter des Itobars herrſchen!

In ihren Traͤumereyen verſunken, wan⸗ delte ſie ſchweigend nach dem Huͤgel von Tenor. Ihre Frauen, die ſie mit Staunen betrachteten,