ihres alten Vaters, des ehrwuͤrdigen Braminen,
den lauten Zuruf der Anfuͤhrer, ja ſelbſt des ganzen Stammes zu hoͤren, die ihr unerbittlich zu fliehen geboͤten... Doch die Natur, weit maͤchtiger, als alle Vorurtheile, hielt ſie zuruͤck. Unmoͤglich vermag ſie ſolch ein grauſames Opfer zu bringen, obſchon man es Pflicht nannte; noch einmahl betrachtet ihr Ange, in welchem Thraͤnen des Mitleids glaͤnzen, den niederge⸗ beugten Juͤngling.... Eine unwiderſtehliche Gewalt ziehet ſie zu ihm hin. Sie richtet ihn auf, unterſtuͤtzt ihn, ſchleicht dann ganz leiſe aus dem Gebuͤſche der Palmbaͤume hervor, und giebt ihm ein Zeichen, ihr ſchweigend zu folgen.
Eduard glaubte ſich neu belebt. Er fuͤhlte ſich itzt ſtark genug den fluͤchtigen Schritten der großmuͤthigen Stellina nachzueilen, welche von Zeit zu Zeit unruhig ihre Blicke nach dem Ufer der Sanga zuruͤck warf, an welchem die Bedas gelagert, und zu ihrer Wache beſtimmt waren. Noch ruhten ſie alle durch das Herumziehen mehrerer Tage ermuͤdet, in tiefem Schlafe auf dem Graſe.
Nach einer kurzen, aber ſchnell zuruͤckge⸗ legten Strecke, befand ſie ſich in einem dunkeln


