Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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von Kokos. Da er nun einmal nach ſo wenigen Schritten ſchon ſolche koͤſtliche Fruͤchte entdeckt hatte, warum duͤrfte er nicht auch noch Diaman⸗ ten finden, mit welchen die Inſel ganz beſaͤet ſeyn ſoll? Er ſchritt immer weiter voran; allein in dem Thale erblickte er nichts, als ſanft ſich hinſchlängelnde Kryſtallbaͤche und lachende Fluren, im reibendſten Gemiſche von unzähligen

bunten Feldblumen, die Wohlgeruͤche durch die ganze Atmosphaͤre ausſtreuten. Aber keiner aller dieſer praͤchtigen Gegenſtaͤnde feſſelte ſeinen ein⸗ zig nach den mit Eis bedeckten Bergſpitzen hin ſtarrenden Blick, welche von der untergehenden

Sonne im Abendrothe vergoldet, ihm hellſchim⸗ mernd entgegenſtrahlten... Ja ſelbſt die Ko⸗ kosnuͤſſe, welche ihm doch die erwuͤnſchte Er⸗ friſchung darboten, ſchien er zu fliehen. Ermuͤdet und in Schweiß gebadet hielt er endlich ſtille.

Eine Stunde konnte er bereits ſo gelaufen ſeyn, als er nun erſtaunt die zuruͤckgelegte Strecke uͤberſah. Der Huͤgel naͤchſt Bilao be⸗

nahm ihm aber die Ausſicht auf das Meer: in* dieſem Augenblicke erſt fuͤhlte er ſich allein in dieſem einſamen Thale, und eilte mit beflgelten

Schritten nach dem Huͤgel zuruͤck.