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eine Perſon, die nur funfzig Pfund von ihr erhalte, dürfe
keine ſolchen Anſprüche machen.— Dieſer dumme Stolz auf ihre paar Pfennige erſchöpfte meine Geduld auf das höchſte. Es war bei jeder Gelegenheit daſſelbe, und ſie davon zu heilen, ſchien unmöglich. Ich ſchlug daher end⸗ lich dem Sohne vor, wir wollten uns heimlich davon— machen und unſere Reiſe allein weiter fortſetzen. Er war gern bereit.— Als nun Madame eines ſchönen Morgens in Straßburg erwachte, wurde ihr gemeldet, daß wir nach Genf abgereiſt wären.“
„Sie folgte ſogleich; aber ſie fand uns dort natürlich ſchon nicht mehr. Sie ging nun ſuchen, wie Ceres, und gab endlich alle Hoffnung des Wiederfindens auf.— Drei Monate waren verfloſſen und noch immer keine Spur. Da will es das Unglück, daß ſie der Zufall nach Florenz bringt, wo ſie eines Abends in dem mir wohl be⸗ kannten Wagen einfährt, und als ſie den Kopf neugierig zum Fenſter hinausſteckt, die Gegend zu muſtern, den Begleiter ihres Sohnes, Herrn Frohberger, auf einem prächtigen Braunen reitend entdeckt und ihm zur Seite das ſchönſte Mädchen.—„Wo haben Sie meinen Sohn gelaſſen, Sie gottvergeſſener Menſch!» ruft ſie heraus, und ich wende mich um, um dieſe mir ſo verhaßte Phyſiognomie zu ſchauen. (Er iſt recht wohl, Madame, rufe ich zurück und gebe lachend meinem Pferde die Sporen. Meine Begleiterin folgt mir.“
„Zu Hauſe angekommen, rufe ich ſchon vom Pferde herab: Mr. Crawford, your mother is there.“— 4Vou


