Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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Ich dächte, Sie müßten die Auswahl haben. Da Sie ſich aber ein Gütchen kaufen wollen, ſo bedürfen Sie ja nicht einmal des Vermögens und brauchen blos auf Schönheit zu ſehen. Ihre Pädagogik iſt alſo doch we⸗ nigſtens einträglich geweſen und Sie haben Ihr Schäf⸗ chen dabei ins Trockene gebracht.

Hm! Das will ſo viel nicht ſagen. Ich war im⸗ mer ſparſam, man braucht aber doch viel. Namentlich trinke ich gern Champagner, und den durfte ich doch nicht auf die Rechnung ſetzen, die ich dem Vormunde einreichte. William wurde aber mündig, mit einundzwanzig Jahren hier in England, wie Sie wiſſen, und da ſchenkte er mir denn eine hübſche Summe. Nicht mehr als billig. Ich hatte ihm Leben und Geſundheit gegeben; was war ſein Geld am Ende im Vergleich damit! Er iſt aber ein gu⸗ ter Junge, und wir haben einander recht lieb.

Was thaten Sie dann, als Sie deſſen Erziehung vollendet?

Ich wollte erſtlich gar nichts thun; aber das Her umziehen in der Welt war mir nun ſchon zur Gewohn⸗ heit geworden, daß ich auf einem Flecke nicht mehr aus⸗ halten konnte, und das Reiſen erlaubten meine Einkünfte nicht. Ich ſah mich alſo nach einem andern Jüngling um, der eines Begleiters bedurfte. Da fand ſich denn auch bald dieſes, bald jenes; aber nichts wollte mir lange behagen. Ich konnte mir durchaus die Flügel nicht be⸗ ſchneiden, mir meine Freiheit in nichts verkürzen laſſen. Wenn ein erwachſener Menſch an die Ferſen eines