Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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Alte Sprachen brauchte er nicht; Mathematik ebenſo wenig. Mit ein, zwei Stunden täglich war ſeine Lern⸗ zeit abgethan. Wir hatten Pferde, ich ritt mit ihm; er lernte Turnen, Fechten, Tanzen, Schwimmen; ich ſchoß mit ihm nach der Scheibe. Nach und nach machten wir uns auch von den Weibern los. Ich reiſte mit ihm, brachte den Sommer in nördlichen Gegenden zu, zog den Winter nach Neapel oder Rom. Ach! in letzterer Stadt, da war es ein Leben für mich, unter den Künſtlern be⸗ ſonders. Wie oft haben mich die gemalt! Als Bandit, als Jäger, als Krieger war ich ihnen unübertrefflich! Und koſtbare Weiber gab es dort. Ich kann Ihnen noch manches Geſchichtchen davon erzählen.

Mein Zögling wuchs indeſſen heran und wurde mit in Geſellſchaft geladen. Da hatte ich nun meine Noth. Erſtlich ſollte er nicht viel ausgehen, weil es ſeiner Ge⸗ ſundheit nichts taugte; zweitens waren überall dieſe lei digen engliſchen Mütter mit ihrer Kuplermanie, die mir den Jungen, weil er reich war, ſchon für eine ihrer häß⸗ lichen Töchter gewinnen wollten. Das wäre mir nach meinem Sinne geweſen! Da gab es denn manchen Kampf mit meinem William. So ein junger Menſch fühlt ſich geſchmeichelt, geehrt; man ſagt ihm vor, er ſei ſein eigener Herr und ſolle ſich in ſeinen unſchuldigen Vergnü⸗ gungen nicht von einem tutor verbieten laſſen, der blos eiferſüchtig ſei, weil man ihn nicht mitgebeten. Die Idee war köſtlich! l am a man and can fag for my self; was kümmere ich mich um die ganze engliſche Ari⸗

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