Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rude Das, Regll aßt ch ein ſehr mete. Ich tethaft mei⸗ Nhagte mir as war ſo Geld hatte erwar⸗ Kopfe um⸗ elt, die mir mir endlich on damals beſondeter t für einen Waiſe war. vächlich; er fein Lernen te man für Franzſſc⸗ Gott und treten. Mir t, wos für eine guſ Pinde in

163

So reiſte ich denn glücklich und froh meiner neuen Beſtimmung entgegen, die mich nach Piſa rief. Nach Italien! das hatte auch ſchon ſeinen Reiz. Ich wanderte zu Fuß über die Berge, um, wie Hannibal, von den ſchneebedeckten Gipfeln in das gelobte Land hinab zu ſchauen. Ich trug einen Hut mit einem breiten Rande, der ein bischen auf einem Ohre ſaß, und ein kurzes Män⸗ telchen. Dieſe Tracht ſtand mir gut und überall hörte ich, wie man ſich den bellissimo Tedesco mit Fingern zeigte.

Als ich Piſa erreichte, war es Abend. Mein Zög ling ſchlief ſchon. Ich wurde in das Zimmer ſeiner Tante geführt, unter deren Obhut der Kleine jetzt lebte, und von dieſer empfangen. Nie werde ich den Eindruck vergeſſen, wie die ſtolze, hohe Geſtalt, ſo ganz ariſtokratiſch in ihrer Haltung und ihrem Ausſehen, mir bei meinem Eintritt

eine kleine Kopfbewegung machte und mir einen Stuhl

ihr gegenüber anwies.

(Das hole der Henker! war mein erſter Gedanke. Wer denkt ſie denn, daß ich bin? Ich hoffte ihr das zu zeigen. Sie redete mich nun mit dieſem ſüßen, ſanf⸗ ten Ton an, der, wie Sie wiſſen, in der guten Geſell⸗ ſchaft hier Mode iſt, den ich damals aber zum erſten Male hörte. Dazu ſchlug ſie das Auge kaum zu mir auf. Sie kam mir wie eine Nonne vor. Ich wünſchte, ſie hätte mich angeſehen, dann würde ſie gleich bemerkt haben, welch ein Mann vor ihr ſaß. Sie forderte mich auf, mir an Erfriſchungen geben zu laſſen, was ich wünſche;