Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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ben. Ich konnte ihr nichts erwidern, als daß ich gekom⸗ men ſei, mir ihren Rath zu erbitten, auf welche Weiſe ich mir wol, bei vorrückenden Jahren, eine unabhängige Exiſtenz zu gründen vermöge. Sie hörte mir kopfſchüt⸗ telnd zu.„Mir däucht, wir hätten darüber ebenſo gut zu einer ſpätern Tagesſtunde ſprechen können?, verſetzte ſie dann bedenklich und winkte mir Platz zu nehmen, um vor allen Dingen dem Frühſtücke ſein Recht widerfahren zu laſſen.“

„Mann und Sohn waren jetzt auch eingetreten und die Unterhaltung ging nun auf allgemeine Dinge über. Ich mußte ihnen die Neuigkeiten aus meiner großen Welt erzählen, gegen welche ſie die Begebenheiten ihres kleinen Kreiſes austauſchten, und unter dieſem Wechſel ſchwand die Zeit, die zu dieſem Mahle beſtimmt war, und die Männer ſahen ſich unwillig genöthigt uns zu verlaſſen, um ihren beiderſeitigen Geſchäften nachzugehen.“

„Wir waren nun allein, und Frau Loy benutzte dieſe Minute, auf den Gegenſtand unſers früher unterbrochenen Geſprächs zurückukommen. Ich war nicht ganz auf⸗ richtig; ich konnte mich nicht überwinden, ihr die Unter— haltung des geſtrigen Abends mitzutheilen, in der doch die eigentliche Urſache meines frühen Beſuches lag. Sie vermochte ſich daher gar nicht zu erklären, was einen ſo plötzlichen Entſchluß bei mir hervorgerufen hatte, und fühlte mir wiederholt Stirne und Hand, als ſuche ſie nach einer phyſiſchen Urſache meines moraliſchen Uebelbefindens. Mein Entſchluß ſtand aber feſt. Ich mußte aus jenen

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