Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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bereitet wurde. Andere eilten in einen bereits geöffneten Bäckerladen und holten ſich ein Weißbrot dazu. Alle ſchrien gleich eilig, gleich begierig, gleich befriedigt! Wahr⸗ ſcheinlich hatten ſie ſich früh bei irgend einem Geſchäfte einzufinden und waren ihrem Lager entſchlüpft, um hier auf der Straße ihr Morgenbrot einzunehmen. Wie ſtaunte ich dieſe Bilder des Lebens an! Auf ſeidenen Polſtern gewiegt, kannte ich ein materielles Entbehren nur dem Namen nach, und ſah in dem Volke nur die unſerm Wa⸗ gen folgenden Bettler. Welche andere Einſicht ward mir, wo der Betriebſame unter freiem Himmel ſein karges Früh⸗ mahl verzehrte, für welches er mit dem Schweiße ſeines Angeſichtes bezahlte. Wie ſehr wünſchte ich mir in die— ſem Augenblicke auch arbeiten zu können, um ebenſo gierig und froh mein Mahl zu verzehren.«Es muß doch eine rechte Luſt im Arbeiten ſein» dachte ich bei mir ſelbſt.“

„Frau Loy war noch nicht angekleidet. Ich hatte zu warten. Der Frühſtückstiſch wurde eben gedeckt und die Dienerin legte ſogleich ein Couvert für mich mit hin. Wie traulich ſah mir Alles aus! Es rief mir meine Kindheit, meine Jugend, jene Tage ruhigen friedlichen Glückes zurück, die mir jetzt nimmer wiederkehren konnten. Ich ſetzte mich in eine Ecke des Sophas und ließ meine Gegenwart in die Vergangenheit hinüberſpielen.“

„Der Eintritt von Frau Loy unterbrach mich. Sie war verwundert, überraſcht, mich zu ſo früher Stunde hier zu ſehen, und erwartete, daß irgend ein beſonderes Ereig⸗ niß die Veranlaſſung zu meinem frühen Ausgange gege⸗

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