Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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meine elegante Kleidung, die durch das Leben in der vor⸗ nehmen Welt angenommenen feinen Formen, und das Sorgloſe meiner Lage, und konnte, ihrer Natur nach, nicht verſtehen, daß in dem Menſchen ein Etwas ſchlum⸗ mert, das Selbſtgefühl heißt, und das die Achtung Anderer als Bedingung zu ſeinem Glücke und zu ſeiner Zufrie⸗ denheit heiſcht. Wer ſollte mich aber achten? Dieſen Schatten der Herrin des Hauſes, den dieſelbe anlegte und abwarf, gerade ſo wie es ihre oder die Laune ihrer Freunde heiſchte? Der jede Lücke auszufüllen berufen ward, der aber, ſobald ſich keine ſolche fand, am Neben⸗ tiſche! Oh! meine Lage war über allen Begriff de⸗ müthigend.

Frau Berkeley empfing ſ bald Beſuche und wurde in einen Kreis der Geſelligkeit gezogen, der ſie vielfach beſchäftigte. Doch gab es daneben auch noch einſame Stunden, in denen ſie meiner bedurfte, und dieſe waren mir die angenehmſten, die ich noch verlebte. Sie war ſo jung, fand ſo viel Gefallen an kindiſchen Tändeleien, mit denen ſie ihren ernſtern Gatten nicht zu unterhalten wagte, daß ich ihr wirklich von großem Nutzen war und oftmals die Betrachtung anſtellte, daß ohne meine Gegenwart dieſe Ehe vielleicht ſehr unglücklich ausgefallen wäre. Eine ſo junge Frau hätte, ſich ganz ſelbſt überlaſſen, manche Thor⸗ heiten begehen können, von denen meine ſtete Begleitung ſie zurückhielt, indem das Bedürfniß der Mittheilung be⸗ friedigt war und ſie zu keinen neuen, unberufenen Be⸗ kannten hindrängte.